Palmkernölspeicher

Der Palmkernölspeicher aus dem Jahre 1883 im Süden der Rummelsburger Bucht zählt zu den ältesten Farbikgebäuden der Halbinsel Stralau.

Palmkernölspeicher

Die Firma Rengert gewann hier aus Palmkernen und anderen ölhaltigen Samen durch den Einsatz von Schwefelkohlenstoff Pflanzenöl. Das Rohmaterial stammte aus den deutschen Kolonien in Westafrika und bildete das Grundprodukt, um Margarine herzustellen. Der Schwefelkohlenstoff, den die Fabrik zur Ölgewinnung benötigte, wurde in einem gesonderten Gebäude produziert. 1921 wurde die Anlage von der Viktoria-Mühle als Getreidemühle übernommen.

Von drei Speichern ist nach dem Zweiten Weltkrieg nur das Gebäude am Ufer erhlaten geblieben. Daneben standen ursprünglich eine Entfettungsfabrik, zwei Lagerhäuser für Schwefel, ein Kesselhaus und ein Verwaltungsgebäude.

Der Architekt Albrecht Diebendt errichtete den denkmalgeschützten Speicher mit eigenem Schiffsanleger im Neo-Renaissance-Stil zwischen 1883 und 1885. Zwei Reihen durchlaufender Stahlstützen bilden das Grundgerüst für den sechsgeschossigen Bau. Der direkte Zugang zum Wasser war charakteristisch für die Stralauer Industriebetriebe.

Heutige Nutzung

Das Gebäude steht heute leer und ist ungenutzt. Von der Speicher Stralau GmbH sollte der Palmkernölspeicher mit 24 exklusiven Eigentumsloftwohnungen ausgestattet werden. Der Ausbau wurde jedoch bis auf die Neudeckung des Daches und die Reinigung der Fassade mehrmals verschoben.

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