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Neu-Tempelhof

Die Gartenstadt Neu-Tempelhof enstand in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts auf einem einstigen Militärgebiet. Sie ist ein bedeutendes Dokument des von der englischen Gartenstadtbewegung des 19. Jahrhunderts inspirierten Städtebaus in Deutschland. In idealtypischer Weise spiegelt die von den Architekten Friedrich Gerlach und Fritz Bräuning gestaltete Stadtanlage aus Ring- und Radialstraßen, Grünring und zentralem Stadtplatz die gestalterischen Leitlinien der englischen Vordenker.

Neu-Tempelhof

Noch vor dem 1. Weltkrieg entschied man sich zur Errichtung einer Gründerzeitbebauung auf dem westlichen Tempelhofer Feld. 1912/13 realisierte man die ersten Blöcke im Bereich der Manfred-von-Richthofen-Straße/Dudenstraße. Der Krieg und die ihm folgende Inflation verhinderten die weitere Umsetzung der dichten Wohnbebauung. Daß heute eine Gartenstadt und keine Mietskasernen das Bild Neu-Tempelhofs prägen, ist auf den Staatssekretär Professor Dr. Dr. Adolf Scheidt zurückzuführen, der sich für eine aufgelockerte und mit Gärten durchsetzte Bauweise engagierte. Ursprünglich waren 2.000 Einfamilienhäuser für Kriegsheimkehrer geplant, die durch eine mehrgeschossige Wohnanlage, ähnlich wie eine Stadtmauer, umschlossen werden sollte. Tatsächlich wurden nur ca. 1.000 Eigenheime gebaut. Die verbleibenden Flächen wurden in den 20er und 50er Jahren bebaut.

Die Anlage des Parkrings geht auf einen Wettbewerbsentwurf von Fritz Bräuning aus dem Jahr 1911 zurück.

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Kategorie: Tempelhof-SchönebergTempelhof



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