Lichtenrade
Lichtenrade ist der südlichste Ortsteil des Bezirks Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin. 1375 wird Lichtenrade im Landbuch Kaiser Karls IV. erstmals erwähnt. Der Name soll sich aus »Lichtenrode«, eine durch Rodung entstandene Lichtung, herleiten. Der Ort entwickelt sich und vervielfacht seine Einwohnerzahl im 19. Jahrhundert. 1920 wird Lichtenrade – zusammen mit vielen anderen Orten und Städten nach Groß-Berlin eingemeindet und wird Ortsteil von Tempelhof.
Sehenswürdigkeiten
Auf dem Lichtenrader Dorfanger steht die Dorfkirche Lichtenrade aus dem 14. Jahrhundert.
In der Nähe des S-Bahnhofes, also an der historischen und wahrscheinlich künftigen Dresdner Bahn, steht noch immer die im Jahre 1897/99 erbaute Mälzerei der »Schloßbrauerei Schöneberg«. Dieses Gebäude war vor der Hochhausbebauung in Lichtenrade weithin sichtbar und ist auch heute noch ein markanter Geländepunkt. Nachdem die Brauerei den Betrieb nach dem Ersten Weltkrieg eingestellt hatte, wurde das Gebäude, vor allem im Zweiten Weltkrieg und der sich anschließenden Nachkriegszeit als staatliches Lagerhaus für Nahrungsmittelreserven genutzt.
Historisches
Während des Zweiten Weltkrieges wurde in Lichtenrade eine Außenstelle des Konzentrationslagers Sachsenhausen unterhalten. Dazu befindet sich im Bornhagenweg ein Denkmal. Seit 1941 wurden Kriegsgefangene aus der Ukraine in dem Lager untergebracht.
Sonstiges
In der Nuthestraße 50 in der Nähe des Bahnhofs Lichtenrade befindet sich der Übungsplatz des HSV Tempelhof.
Neben dem Bahnhof steht (jetzt leer) das Landhaus Lichtenrade.
Kategorie: Tempelhof-Schöneberg → Tempelhof
Werbung

