Kleinbeeren

Erstmals im Jahre 1285 schriftlich erwähnt, gehörte Kleinbeeren ebenso wie Großbeeren zum Besitz des Adelsgeschlechtes derer von Beeren, welches hier im 17. Jh. seinen Gutssitz errichtet hatte. Das bis Mitte des 20.Jh. noch eigenständige Dorf Kleinbeeren wurde im Jahre 1950 der inzwischen viel größeren Gemeinde Großbeeren eingemeindet.

Kleinbeeren

Nach der Wende zog es viele Berliner als Häuslebauer in das idyllische Örtchen, welches sich bis heute im alten Ortskern seinen ursprünglichen dörflichen Charakter bewahren konnte.

Ortsgeschichte

1285 wurde das Dorf erstmals urkundlich genannt; 1344 als »Klyn Berne«. Es war damals schon im Besitz der v. Beeren. Im Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 ist es nicht aufgeführt. 1401 wurde Hans v. Torgow mit dem von Otto v. Heinrichsdorf zurückgegebenen Lehen von Markgraf Jobst belehnt. 1431 erlaubte Hans v. Torgow dem Hans, Andreas und Dietrich von Berne sowie den Bewohnern von Kleinbeeren die Nutzung seiner großen Wiese auf der Dorfmarkung. Demzufolge hatten die obigen Hans, Andreas und Dietrich v. Beeren das Dorf als Afterlehen der v. Torgow. 1450 zählte das Dorf 41 Hufen, davon zwei Pfarrhufen, zwei Kossäten und einen Krug (Dorfschenke). Nach dem Aussterben der v. Torgow war es ein direktes markgräfliches Lehen der v. Beeren. 1541 waren von den 41 Hufen drei Hufen als Pfarrhufen ausgewiesen. 1609 vergrößerte Christoph v. Beeren das 12 Hufen umfassende Rittergut mit drei weiteren bäuerlichen Hufen, die von den darauf lastenden bäuerlichen Abgaben befreit wurden. Das Gut war seit 1790 im Besitz der v. Bandemer, dann folgten Mumme (1815) und Beerend (1836).

Gut Kleinbeeren

Seit 1881 im Besitz der Stadt Berlin, wurden die Gutsländereien zum Rieselgut umfunktioniert und das Gutshaus mit samt Nebenanlagen von der Stadt Berlin Jahrzehnte als Heim für gestrauchelte Mädchen genutzt. Zum Ende des 2. Weltkrieges und in den ersten Nachkriegsjahren lebten hier Vertriebene und Umsiedler. Später verfielen Teile der alten Gutsanlage.

Gutsruine Kleinbeeren

Dorfkirche

Die im 14. Jh. erbaute Feldsteinkirche von Kleinbeeren zählt zu den ältesten Kirchen der Region Teltow-Fläming.

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