Gasometer Schöneberg
Der Gasometer Schöneberg ist ein außer Betrieb genommener Niedrigdruckgasbehälter auf dem ehemaligen GASAG-Gelände im Berliner Stadtteilteil Schöneberg. Das seit 1994 denkmalgeschützte und 78 Meter hohe Industriegebäude gilt als Landmarke und markantes Wahrzeichen Schönebergs im Stadtquartier Rote Insel.
Geschichte
Der Gasometer wurde durch die Berlin-Anhaltischen Maschinenbau AG (BAMAG) nach einem Entwurf des Berliner Architekten Alfred Messel zwischen 1908 und 1910 montiert und war zum Zeitpunkt seiner Errichtung mit seinem Füllvolumen von 160.000 m³ Gas einer der drei größten Gasbehälter Europas.
Der Schöneberger Gasometer »atmete« noch bis Mitte der 90er-Jahre. Mit der berlinweiten Umstellung von Stadt- auf Erdgas wurde der Gasbehälter im Januar 1995 endgültig außer Betrieb genommen, der Zylinder demontiert.
Kunst
Der Maler Lyonel Feininger hat das Schönebeger Wahrzeichen im Bild festgehalten. Das Bild Gasometer in Berlin-Schöneberg entstand wahrscheinlich im Herbst 1912 und ist stark von den Futuristen beeinflußt.
Zukunft
Ende März 2007 erwarb ein privater Investor, das Unternehmen REM+tec unter dem Vorsitz des Architekten Reinhard Müller, das GASAG-Gelände zusammen mit dem Industriedenkmal und stellte Ende Mai eine Projektskizze zur Umgestaltung des Areals und zur Nutzung des Gasometers vor. Allerdings regt sich gegen diese Pläne, die eine Sockelbebauung des Gasometers vorsehen, Widerstand in der Bevölkerung.
Mehr Photos
Links und Quellen
- Wikipedia-Seite zum Gasometer Schöneberg
- GASAG-Seite zum Gasometer
- Seite des Unternehmens REM+tec zum Gasometer
- Gasometer steht unter Hochdruck, taz vom 11. März 2008
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