ExoFly
ExoFly sieht mit seinem langen, dünnen Rumpf und den großen durchsichtigen Flügeln aus wie ein Modellflugzeug, das mit einer Libelle gekreuzt wurde. Denn anders als das Flugzeug gleitet er nicht, sondern bewegt sich fort, indem er wie ein Insekt mit den Flügeln schlägt - dafür sorgt ein kleiner Motor, der von einem 3 Gramm schweren Lithium-Polymer-Akku gespeist wird. Diese Art der Fortbewegung sei »gut geeignet für die Marsatmosphäre, die von geringer Dichte, aber sehr viskos ist», schreiben die niederländischen Entwickler in einem Aufsatz (PDF, 263 KB). Sie könne aber auch in einer dichteren Atmosphäre eingesetzt werden, wie sie etwa auf dem Saturnmond Titan herrscht.
Damit der nur 2 Gramm schwere Motor das robotische Insekt auch bewegen kann, haben die Wissenschaftler um Tanja Zegers von der Universität Utrecht beim Bau nur sehr leichte Materialien eingesetzt. So besteht der 40 Zentimeter lange Rumpf aus Balsaholz, die vier Flügel (Spannweite 35 Zentimeter) aus einer dünnen Folie aus Polyethylenterephthalat (PET). Zusammen mit Motor und Akku ergibt das ein Gewicht von gerade mal 17 Gramm. Dazu kommt noch als Nutzlast das Auge des Roboters: eine 1,2 Gramm schwere Minikamera.
ExoFly basiert auf dem Roboter DelFly, der an der Universität Delft entwickelt wurde.