Embedding HQ Video
Flash-Videos geht ja der Ruf voraus, daß sie immer nur eine eher bescheidene Qualität liefern würden. Um das zu widerlegen, habe ich folgendes kleine Experiment durchgeführt:
QuickTime
Das ist der Originaltrailer von Erin Brockovich als QuickTime-Movie. Er ist 15,75 MB schlank und bietet eine mehr als zufriedenstellende Qualität.
Der Film wurde mit dem Video PlugIn eingebunden. Er ist, wie die beiden anderen Beispiele auch, 480 x 276 Pixel groß. Dieser Film ist die Ausgangsbasis für die Konvertierung in die Formate MPEG4 und Flash.
MPEG 4
Da der MPEG-4-Film fast 27 MB fett geworden ist, habe ich ihm eine eigene Seite spendiert (sonst lädt diese Seite zu lange).
Flash
Den Film habe ich mit ffmepgX aus dem QuickTime-Film erzeugt. Neben der Filmgröße habe ich als Framerate NTSC (29.97) und die Audio-Wiedergab auf eine Bitrate von 128 kbit/s und eine Abtastrate von 44.100 Hz (Stereo) eingestellt. Als Bitrate schlug mit ffmpegX dafür bei Best Quality 891 kbit/s vor. Ich war damit einverstanden.
Der Film bringt immerhin trotzdem stolze 18 MB auf die Waage, braucht sich in der Qualität aber nicht hinter den anderen Formaten zu verstecken. Eingebunden habe ich ihn mit dem FlowPlayer PlugIn. Schön ist, daß man hier ein eigenes Vorschaubild mitgeben kann.
Dabei ist der Codec hier nur Sorenson Spark (eine Variante von H.263), nicht On2 VP6, das Makromedia mit Flash 8 eingeführt hat und eine bessere Komprimierung und eine höhere Bildqualität verspricht, aber aus Lizenzgründen in ffmepg nicht zur Verfügung steht.
DivX
Da nicht jeder das zur Betrachtung notwendige DivX-PlugIn auf seinem Rechner hat, habe ich auch dieser Fassung eine eigene Seite spendiert.
Ogg Theora
Das (patent-) freie Ogg Theora-Format bedurfte ebenfalls einer besonderen Behandlung und hat deshalb auch eine eigene Seite spendiert bekommen:
Es ist leider nur eine Experimentierwiese und momentan noch nicht wirklich einsetzbar.
Fazit
Alle Filme (mit Ausnahme des Ogg-Theora-Videos) liegen auf Amazon S3, das ohne weiteres in der Lage ist, sie ruckelfrei zu servieren.
Und bis auf das Ogg-Theora-Format bringen eigentlich alle die gewünschte Qualität. DivX scheint es mir mit der Schärfe ein wenig zu gut zu meinen, MPEG 4, Flash und QuickTime sind in der Qualität kaum zu unterscheiden. So spielt eigentlich – neben persönlichen Vorlieben – nur die Frage nach der Verfügbarkeit des Players und die Größe des Filma eine Rolle bei der Entscheidung, welches Format eingesetzt werden sollte, denn proprietär sind sie eigentlich alle. Und da hat eindeutig Flash die Nase vorne. QuickTime ist unter Windows und Linux nicht sonderlich beliebt und MPEG 4 ist eher ein Format, um die Filme herunterzuladen und auf spezialisierten Clients wie zum Beispiel Miro oder gar mobil auf dem iPod abzuspielen.
Daher bleibe ich bei meiner alten Empfehlung, Flash für das Einbinden in die eigene Webseite zu nutzen und MPEG 4 parallel zum Download anzubieten.
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