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Die Geburt des Wikis aus der Wade der Wunderkammer

Wege zu einem Web des Wissens



Vortrag für die re:publica XI am 13. April 2011

Über ...

Jörg Kantel

(Photo: Norbert Spitzer)

Über ... (2)

Jörg Kantel, Jahrgang 1953, studierte Mathematik, Informatik und Philosophie. Nach einigen Jahren in der Industrie ist er seit 1994 EDV-Leiter am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) in Berlin und dort unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie man Forschungsergebnisse und -quellen im Web sinnvoll präsentiert.

Von 2006 bis 2009 war er außerdem Lehrbeauftragter für Multimedia im Fachbereich »Angewandte Informatik« an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW), jetzt Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin.

Über ... (3)

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Seit dem 24. April 2000 gibt er außerdem das Weblog Der Schockwellenreiter heraus und ist damit vermutlich der »dienstälteste« noch aktive deutschsprachige Blogger.

Autor diverser Bücher und Aufsätze zum Web 2.0.

Und dieses Wiki (Cognitiones Publicae) ist so etwas wie (m)eine Kunst- und Wunderkammer.

Zum Titel

Zeus und Semele

Zeus war mal wieder fremdgegangen und Hera not amused. Sie überredete Semele, Zeus zu bitten, sich in seiner wahren Gestalt zu zeigen. Das überlebte sie nicht. Der Göttervater nähte sich die entstehende Leibesfrucht in seinem Schenkel und gebar …


Dionysos

Bacchus und Ariadne (1660)

Durch die »Doppelgeburt« war Dyonisos – obwohl eigentlich nur Halbgott – ein Gott, doch ein Gott von zweifelhaftem Ruf auch unter den übrigen Göttern. Speziell mit Apollon stand er im ständigen Zwist. So entstand …


Die Geburt der Dialektik

  • Apollinisch steht für Form und Ordnung und dionysisch für Rauschhaftigkeit und einen alle Formen sprengenden Schöpfungsdrang.
  • These: Die Wissensproduktion stand immer in einem schöpferischen Zwist zwischen diesen beiden Gegensätzen.

Tour de Force

'Neukölln, Treptow und die Halbinsel Stralau' von kantel

Von den Kunst-, Anatomie- und Wunderkammern …


Happy Birthday, Wikipedia!

'Screenshot Wikipedia' von kantel

… zur Wikipedia unserer Tage?

Warnung: Work in Progress (und heftig bei Horst Bredekamp und Barbara Maria Stafford geguttenborgt …)

Weiter Quellen der Inspiraton waren Künzel/Bexte und Zielinski (vgl. Literaturverzeichnis).


Wunderkammer und Museum

Das Museum des Fernando Cospiano

Das Museum des Fernando Cospiano (1677)

Die Kunstkammer als Spielraum

»Anscheinend ging es bei der Plazierung der Kunstkammerobjekte nicht so sehr um eine säuberliche Trennung der verschiedenen Bereiche, sondern um die Inszenierung schöpferischer Unordnung. Mit purer Regellosigkeit ist diese jedoch keineswegs zu verwechseln. Vielmehr lag ihr intellektueller Anspruch darin, die Sammlungsobjekte in ein Netz des assoziativen und grenzüberschreitenden visuellen Austausches zu spannen und auf diese spielerische Weise sowohl die äußere wie auch die innere Natur des menschen zu erkunden.« (Bredekamp 2007, S. 124)

Kunstkammer

'Museums-Kabinettschrank' von kantel

Samuel Quiccheberg (1529-1567) sah die Kunstkammer als eine mit der Bibliothek verbundene Enzyklopädie alles Wissbaren (und schuf einer der ersten Taxonomien).


Kunstkammer (2)

'Kunstkammer mit Venus bei der Toilette, 1679' von kantel

… mit Venus bei der Toilette. (Jan van Kessel d. Ä., 1679)

Kunstkammer (3)

Diese dargestellte Szene macht deutlich, daß viele Sammlungen der frühen Neuzeit nicht als reine Kunstsammlungen in unserem heutigen Sinne, sondern als Kunst- und Wunderkammern konzipiert waren. Neben Bildern und Skulpturen fand man hier seltene Muscheln, kostbares Geschirr, innovative technische Geräte und sogar exotische Tiere.

Kunst- und Wunderkammer

'Wunderkammer' von kantel

Frans Francken d. J. (1581 - 1642): Kuriositätenkabinett, nach 1636, nach anderen Quellen um 1620-25.


Gottfried Wilhelm Leibniz

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 - 1716): Kunstkammer, Spielpalast, Schattentheater

'Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 - 1716)' von kantel

Zitat

»Damit die Imagination oder Phantasie in gutem Zustand erhalten und nicht ausschweifend werde, muß man alle seine Einbildung auf einen gewissen Zweck richten und sich bemühen, die Dinge nicht nur obenhin zu bedenken, sondern stückweise zu betrachten, soweit es für unser Vorhaben vonnöten ist. Zu diesem Zweck ist es überaus gut, viele Sachen zu sehen und, wie die Kunst-, Raritäten- und Anatomiekammern, genau zu betrachten« (G. W. Leibniz)

Theatrum Nature et Artis

Zu allen diesen Wissenschaften dienen Bibliotheken, Bildersammlung […], Kunst- und Raritätenkammern, Zeug- und Rüsthäuser, Gärten vieler Art, auch Tiergehege und die großen Werke der Natur und Kunst selbst…

Theatrum Nature et Artis (2)

Vom Theatrum Nature et Artis zum Spielpalast

  • Drôle de Pensée, touchant une nouvelle sorte de REPRESENTATIONS: Leibniz' Idee lag darin, daß »Personen von Verstand« zusammenkommen sollten, um beachtenswerte Dinge und vor allem Maschinen öffentlich in einer Ausstellung zu zeigen.
  • Das Ganze war als eine Akademie der Spiele konzipiert.

Theatrum Nature et Artis (3)

'Palast mit Überwachungsanlagen' von kantel

Da die gesamte Stadt mit Spielakademien überzogen würde, ergäbe sich als Nebeneffekt, daß diese mit umfangreichen Überwachungs- und Abhöranlagen ausgestattet wären.


(Athanasius Kircher: Panacusticon, 1650)

Theatrum Nature et Artis (4)

  • Leibniz' Überlegungen münden schließlich in einem Konzept eines Theaters der Natur und Kunst, das zwar nur auf Bilder und Stiche bezogen ist, in diesem Medium aber auf Vollständigkeit zielt. (H. Bredekamp)
  • Dafür wurde von ihm eine umfangreiche Taxonomie entwickelt.

Platons Höhlengleichnis

'Platons Höhlengleichnis' von kantel

Leibniz hat möglicherweise auf Platons Höhlengleichnis angespielt… (Jan Saenredam, nach einem verlorenen Gemälde von Cornelis di Haarlem, 1604)


Wahr vs. Falsch

Den platonischen Wirklichkeitsbegriff, »den die Romantiker von der Philosophie der Aufklärung übernommen hatten, beruht auf einer oppositionellen Dichotomie. Wenn nämlich das »originale« oder erste Modell »real«, und das heißt »wahr« ist, bedeutet das zwangsläufig, daß die nachfolgende Kopie »unecht, nicht real«, mit anderen Worten, »falsch« ist.« (Stafford, S. 129f.)

Narziß

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Narziß: Das eigene Spiegelbild ist lediglich ein entferntes und verzerrtes Abbild des weit entfernteren und reineren göttlichen Urbilds.

Camera Obscura

Camera Obscura

Illustration aus Ars magna lucis et umbrae Kupferstich , Amsterdam 1671, Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

Kunst- und Wunderkammer (2)

'Kunstkammer' von kantel

Von der fürstlichen zur bürgerlichen Kunst- und Wunderkammer: Kunstkammer der Regensburger Familie Dimpfel, 1668.


Kunst- und Wunderkammer (3)

Physikalisch-technisches Kabinett

Physikalisch-technisches Kabinett

Bei den physikalisch-technischen Kabinetten gingen Architektur und Gerätschaften oft eine faszinierende Symbiose ein. (Gemälde von Jacques de Lajoue, vor 1739)


Aufklärung vs. Quacksalberei

Quacksalber (1652)

Gemälde aus dem Jahre 1652 von Gerrit Dou (1613 - 1675)


Römisch vs. Protestantisch

  • Text und Buch: Protestantisch → Abendland
  • Rede und Bild: Katholisch → Orient

»Das nördliche und protestantische Denken wandte sich bereits in den religiösen Streitschriften des siebzehnten Jahrhunderts mit seinem Versuch, das abstrakte Lesen und Schreiben zu etablieren, gegen die »römischen Traditionen«, die auf trügerischen Worten und lügnerischen Ikonen beruhten.« (Stafford, S. 27)

Bildersturm

Screenshot VLP

Das Virtuelle Laboratorium für Physiologie, ein Webprojekt aus dem Jahre 1998 (bis heute).

Laterna Magica

'Laterna Magica' von kantel

Bis zu seinem Tode 1837 fuhr der belgische Ballonfahrer, Arzt und Zauberkünstler Etienne-Gaspard Robert, der sich später Robertson nannte, mit seiner Laterna Magica durch Europa. Mit seinen lehrreichen Vorführungen trachtete er danach, die Tricks und die Verschlagenheit der unheilvollen Priesterkaste aufzudecken.


Cagliostro

Alessandro Cagliostro

Alessandro Graf von Cagliostro (1743 - 1795)

»Alle Formen der Vorführung von Experimenten waren auf dem unsicheren Terrain zwischen Zaubertricks und wissenschaftlichem Know How, zwischen Theater und Unterricht anzusiedeln.« (Stafford, S. 198)


von Kempelen

Schachtürke

Wolfgang von Kempelen (1734 - 1804): Schachtürke)


Sprechmaschine

Sprechmaschine

Einige frühe Erfolge im Bereich der Sprachsynthese hatte von Kempelen mit einer Maschine aus dem Jahre 1778. Sie glich einem Tasteninstrument, dessen Pedal Blasebälge in Bewegung setzte. Die Tasten führten durch Drahtzüge die Luft durch Ventile in besonders gestaltete Mundstücke. Diese waren den Lippen eines menschlichen Mundes nachgebildet und erzeugten so die einzelnen Töne. Man konnte diese Maschine also sprechen lassen.


Jahrmarkt

'Satan Malade' von kantel

Von der Kunst- und Wunderkammer zum Jahrmarkt und zurück? (Vgl. Kino – vom Jahrmarkt zur Kunst (oder wenigstens zum eigenständigen Medium).)

Antikensehnsucht

Exkurs: Karl Kraus

Großvater der Weblogs:

'Karl Kraus' von kantel

Gemälde von Oskar Kokoschka, 1925

Die Fackel

'Die Fackel' von kantel

Das Urblog schlechthin ist »Die Fackel«, eine Zeitung von Karl Kraus, in der er nur selbstverfaßte Texte publizierte.

Die Fackel (2)

  • Ab 1911 bis 1936 wurde die Fackel von Kraus allein verfaßt, sie spiegelt in umfassender Weise die künstlerische Entwicklung des Autors; berühmt wurde etwa seine Kunst des entlarvenden Zitierens.


Die Fackel (3)

'Karl Kraus' von kantel

Ähnlich den Weblogs war es im Fall der Fackel eine Person, die eigenverantwortlich ein ganzes Medium produzierte…

Kraus […] benutzte das Zitat, um die Schwächen seiner Gegner bloßzustellen.


Zettelkasten...

des historischen Seminars der Universität Heidelberg

'Zettelkasten...' von kantel

Zettelkasten (2)

'Niklas Luhmann' von kantel

Niklas Luhmann und sein legendärer Zettelkasten: Er sprach von seinem Kasten wie von einem hölzernen Lebenspartner. Er hat ihn aufgezogen, dann ist er gewachsen und hat schließlich eigenständig Ideen produziert. Der Kasten sei klüger als er selbst.

Zettelkasten (3)

Wesentlicher Vorteil eines Zettelkastens gegenüber einem linearen Text ist die Vernetzung des Inhalts, die durch Verschlagwortung und Querverweise entsteht. Ab einer gewissen Größe kann der Zettelkasten so überraschende Zusammenhänge generieren und seinem Besitzer neue Impulse für seine Arbeit liefern.

Zettelkasten (4)

Durch die Verlinkung mit Hyperlinks lassen sich virtuelle Zettelkästen erstellen, zum Beispiel in Form eines Wikis.

Zettels (T)Räume

'Arno Schmidts Zettelkasten' von kantel

Legendär ist auch der Zettelkasten Arno Schmidts, an dessen Entschlüsselung wohl noch Generationen von Literaturwissenschaftlern arbeiten werden…


Zeitungsausschnitt

Cut and Paste (um 1900)

'Cut and Paste (um 1900)' von kantel

Der Zeitungsausschnitt in den Wissenschaften

Mundaneum

Das Mundaneum

Paul Otlet (1868 - 1944) und das Mundaneum, ein internationales Dokumenten-Netzwerk.


Mundaneum (2)

Paul Otlet

»Kino, Phono, Radio, Tele: als Substitute für das Buch genommen, sind diese Instrumente in der Tat das neue Buch geworden, die Werke mit dem mächtigsten Wirkungsgrad zur Verbreitung des menschlichen Denkens.« (Paul Otlet: Traité de Documentation. Le livre sur le livre. Brüssel 1934)

Desideratum général (1)

Heutzutage präsentieren sich alle Maschinen getrennt (…) Wir sollten einen Komplex miteinander verbundener Maschinen haben, die simultan oder nacheinander folgende Aufgaben ausführen:

  • 1. Ton in Text transformieren;
  • 2. diesen Text sooft kopieren wie man braucht;
  • 3. Dokumente in einer Art aufbereiten, die jedem Informationsteil (donnée) seine eigene Identität zuordnet und Verbindungen mit allen anderen in der Sammlung hat, sodass er immer wenn nötig aufgerufen werden kann;
  • 4. zu jedem Informationsteil einen Klassifikationsindex anbringen; das Dokuments in Verbindung mit diesen Indizes perforieren;

Desideratum général (2)

  • 5. automatische Klassifizierung und Aufstellung dieser Dokumente;
  • 6. automatisches Auffinden der Dokumente zwecks Einsicht oder Vorführung, sie es unter Augenschein oder durch eine Maschine, um zusätzliche Beschriftung anzubringen;
  • 7. Mechanische Handhabung sämtlicher aufgezeichneter Informationen, um neue Sachkombinationen zu erhalten, neue Beziehungen von Ideen, neue Operationen mit Hilfe von Ziffern.

Eine Maschine, welche diese sieben Wünsche realisieren könnte wäre ein wahrhaftes mechanisches und kollektives Gehirn.

Memex

Vom Zettelkasten zum elektronischen (verlinkten) Archiv

'Vennevar Bush (1945): Memex' von kantel

Vannevar Bush (1945): Memex

Memex (2)

»Consider a future device for individual use, which is a sort of mechanized private file and library. It needs a name, and to coin one at random, »memex« will do. A memex is a device in which an individual stores all his books, records, and communications, and which is mechanized so that it may be consulted with exceeding speed and flexibility. It is an enlarged intimate supplement to his memory.

Xanadu

Ted Nelson prägte 1965 den Begriff Hypertext. Er ist der Begründer des Projekts Xanadu »…a magic place of literary memory where nothing is ever forgotten«.

Xanadu (2)

Xanadu ist ein 1960 begründetes Hypertext-Projekt; durch das nach dem legendären Ort Xanadu benannte Projekt sollte das Docuverse, eine universale Bibliothek mit zahllosen miteinander vernetzten Dokumenten, entstehen:

  • Wie das World Wide Web war Xanadu als dezentrales Speichersystem für Dokumente gedacht. Jedes Dokument in Nelsons Hypertext-Raum sollte eine absolut eindeutige Adresse (unabhängig vom Speicherort) besitzen.
  • Verweise (Links) sollten bidirektional sein; wenn man eine Seite in Xanadu betrachtete, sollte man also auch sehen, welche anderen Seiten auf diese Seite verwiesen.

Xanadu (3)

  • Nur die Adressen von Inhalten sollten an den Stellen eingefügt werden, wo man sie zitiert. Der Client sorgt dann für die vollständige Darstellung.

Nelsons konzeptuelle Ideen für Xanadu beeinflußten gleichermaßen Tim Berners-Lee bei der Entwicklung des World Wide Web wie auch Ward Cunningham bei seinem Wiki-Konzept.

Exkurs: HyperCard

Screenshot

HyperCard war als multimediales Autorensystem die Geburtsstunde der Hypertext- und Hypermedia-Systeme. Es löste eine wahre Kreativitätsexplosion aus. Seltsamerweise war den Autoren damals noch klar, daß ein Hypertext-/Hypermedia-System sich von linearen Medien unterscheidet.


Tim Berners-Lee

Die Geburtsstunde des WWW

The Web is a Writing Environment – Dave Winer


Vorläufige Schlußfolgerungen

  • Das Web des Wissens als eine Inszenierung der »schöpferischen Unordnung« zu verstehen (trotzdem fernab dem »Anything Goes« von Paul Feyerabend).
  • Für das Web schreiben (d.h. Hyperlink und Hypermedia ernst nehmen).
  • Der apollinisch-dyionisischen Dialektik Raum lassen (z.B. in der Koexistenz von Tagging und Taxonomie).
  • Dezentrale Strukturen fördern.
  • Trennen zwischen Sammlung und Werkzeugen.
  • Das Netz hat nahezu unbegrenzten Speicherplatz → Relevanz ist Firlefanz.

Hegemonie des Bildes

Statt eines Nachworts: »Niemand will das bedachte Chaos der Kunstkammer als Museum zurück. Aber angesichts dessen, daß sich die Grenzen von Kunst, Technik und Wissenschaft auf ähnliche Weise zu öffnen beginnen, wie dies die Kunstkammer vorgeführt hatte, erhält ihre Schulung visueller Assoziations- und Denkvorgänge, die den Sprachsystemen vorauslaufen, eine Bedeutung, die den ursprünglichen Stellenwert womöglich noch übertrifft. Die hochtechnisierten Gesellschaften durchleben eine Phase der kopernikanischen Wende von der Dominanz der Sprache zur Hegemonie des Bildes.« (Bredekamp 1993 - 2007, S. 102)

Danke!

Literatur (Auswahl)

  • Horst Bredekamp: Antikensehnsucht und Maschinenglauben. Zur Geschichte der Kunstkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte, (1993), Berlin (WAT 361), 3. Auflage 2007
  • Horst Bredekamp: Leibniz' Theater der Natur und Kunst, in: Horst Bredekamp, Jochen Brüning und Cornelia Weber (Hg.): Theater der Natur und Kunst. Theatrum Naturae et Artis. Essays. Wunderkammern des Wissens, Berlin 2000, S. 12-19
  • Horst Bredekamp: Bilder bewegen. Von der Kunstkammer zum Endspiel, Berlin (WAT 557) 2007
  • Frank Hartmann: Von Karteikarten zum vernetzten Hypertext-System. Paul Otlet, Architekt des Weltwissens - Aus der Frühgeschichte der Informationsgesellschaft, Telepolis-Artikel vom 29. Oktober 2006
  • Werner Künzel und Peter Bexte: Allwissen und Absturz. Der Ursprung des Computers, Frankfurt/Main (Insel Verlag) 1993
  • Werner Künzel und Peter Bexte: Maschinendenken Denkmaschinen. An den Schaltstellen zweier Kulturen, Frankfurt/Main (it 1771) 1996
  • Hilmar Schwundt: Vater der Zettelsuchmaschine, DER SPIEGEL 26/2008 vom 23.06.2008, Seite 140
  • Barbara Maria Stafford: Kunstvolle Wissenschaft. Aufklärung, Unterhaltung und der Niedergang der visuellen Bildung, (engl. MIT 1994) Amsterdam und Dresden (Verlag der Kunst) 1998
  • Siegfried Zielinski: Audiovisionen. Kino und Fernsehen als Zwischenspiel in der Geschichte, Hamburg (re 489) 1989
  • Siegfried Zilinski: Archäologie der Medien. Die Tiefenzeit des technischen Hörens und Sehens, Hamburg (re 55649) 2002