Ariadne
Nach der griechischen Mythologie war Ariadne die Tochter von Minos, dem König von Kreta. Minos hatte Athen unterworfen, nachdem sein Sohn dort ermordet worden war. Die Athener wurden dazu verpflichtet, alle neun Jahre vierzehn Kinder als Menschenopfer für den Minotauros nach Kreta zu schicken. In einem Jahr schloß sich der Königssohn Theseus freiwillig dieser Gruppe an. Auf Kreta betörte er Ariadne, und sie schenkte ihm ein magisches Schwert und ein Knäuel Wolle. Als die Opfer in das berühmte Labyrinth des Daidalos getrieben wurden, wo der Minotauros hauste, rollte er das Knäuel ab. Mit dem Schwert erschlug er den Stiergott und fand mit seinen Gefährten am Ariadnefaden wieder heraus.
Die schlafende Ariadne auf Naxos (ca. 1808 - 1812), Gemälde von John Vanderlyne
Auf der Rückfahrt nahm er Ariadne wie versprochen als seine Verlobte mit, ließ die Schlafende aber auf Befehl des Dionysos (röm. Bacchus) auf der Insel Naxos zurück. Dort wurde die Verlassene und Klagende von Dionysos erwählt. Bei Amathos wurde Ariadne später als Geliebte des Dionysos göttlich verehrt. Ariadne war aber immer auch in Theseus verliebt und weinte, als dieser starb. Dionysos holte ihn aber aus dem Hades zu sich.
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Musik
Ariadne auf Naxos ist auch der Titel einer bekannten Oper von Richard Strauss aus dem Jahre 1912 (Libretto: Hugo von Hofmannsthal).
Kategorie: Antikenprojekt
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