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Aktaion

Weil der Jäger Aktaion (altgr. Ἀκτέων oder Ἀκταίων, latein Actaeon) im Wald die stolze Göttin Diana (griechisch: Artemis) nackt beim Baden sah, wird er von ihr in einen Hirsch verwandelt und dann von den eigenen Jagdhunden in Stücke gerissen. Giordano Bruno interpretierte diese Sage als eine Parabel auf den Erkenntnisprozeß: Aktaion erblickte die göttliche Weisheit in ihrer unverhülllten Gestalt und erfaßte ihre Schönheit. Für Bruno ist er ein Symbol des unerschrockenen Wahrheitssuchers.

Aktaion überrascht Diana beim Bade (1556 - 1559)

Aktaion überrascht Diana beim Bade (1556 - 1559, Gemälde von Tizian

Giordano Brunos Deutung des Aktaion-Mythos: »Aktaion, der mit seinen Hunden, seinen Gedanken außerhalb seiner das Gute, die Weisheit und Schönheit, die Tiere des Waldes, suchte, und, sobald er sie gefunden hat, außer sich vor so großer Schönheit ist, wird zur Beute, sieht sich in das verwandelt, was er suchte, und wird sich bewußt, daß er selber zur begehrten Beute seiner Hunde, seiner eigenen Gedanken wird, weil er die Gottheit, die er in sich zusammengezogen hatte, nicht außerhalb seiner suchen mußte. Verfolgt von den eigenen Gedanken läuft er, erneuert, vorwärts in die Region unbegreiflicher Dinge.«

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Kategorie: Antikenprojekt



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