Adonis
Adonis (griech. Άδωνις) ist eine Gestalt aus der vorderorientalischen, griechischen und römischen Mythologie, die ursprünglich wohl ein syro-phönizischer Vegetationsgott war. Vermutlich kommt die Gestalt des Adonis aus dem semitisch-sprachigen Raum, weil sein Name von nordwestsemitisch Adon »Herr« abgeleitet ist. Nach anderer Auffassung ist er ursprünglich eine phrygische Gottheit, dessen Mythos aber bereits früh rund um das Mittelmeer verbreitet war. Er ist auch sehr dem Inanna/Dumuzi Mythus ähnlich. In Etrurien war Adonis unter dem Namen Atunis bekannt und war oft als Begleiter von Turan dargestellt.
Griechische Mythologie
In der griechischen Mythologie ist Adonis das Sinnbild oder der Gott der Schönheit und der Vegetation und einer der Geliebten der Aphrodite (oder ihrer römischen Entsprechung Venus). Er wird als wunderschöner Jüngling beschrieben. Aphrodite habe der Sage nach sein auf den Boden fallendes Blut in ein Adonisröschen verwandelt, als ihn der eifersüchtige Ares (oder seine römische Entsprechung Mars), der sich in einen wütenden Eber verwandelt hatte, tötete.
Venus und Adonis, Gemälde Charles-Joseph Natoire (1700 - 1777)
Da Adonis ein Nachfahre von Pygmalion und aus dessen Beziehung mit dem Fleisch gewordenen Abbild der Aphrodite hervorgegangen ist, kommt hier auch das Thema Inzucht vor. Ihre Liebe zu Adonis mußte Aphrodite allerdings mit Persephone teilen. Zeus verfügte, daß Adonis jeweils den dritten Teil seiner Zeit bei ihr oder Persephone leben sollte. Über das restliche Drittel konnte er frei verfügen. (Andere Varianten der Herkunft siehe die Geburt des Adonis)

















