16:9 Videos

Ich habe ein 16:9-Video von unseren Läufen auf dem Agility-Turnier in Markee am 12. April 2008 bekommen. Damit hatte ich Material, um das Breitwandformat bei diversen Videohostern zu testen.

Blip.tv

Blip.tv war zuerst eine Enttäuschung. Auf den Seiten dort wurde der Film gnadenlos in das 4:3-Format gepresst. Das macht zwar schlank, sah aber trotzdem nicht gut aus. Eingebunden bekam man – trotz Erzwingung des Breitwandformates – auch kein vernünftiges Bild zu sehen. Es wurde einfach oben und unten etwas abgeschnitten, aber es bei der Stauchung belassen. Bei früheren Versuchen stellte Blip.tv Breitwandfilme allerdings korrekt dar. Da wurde der Flash-Film aber auch von Blip selber erzeugt. Das Hochladen von Flash-Filmen scheint also nicht immer eine gute Idee zu sein.

Daher habe ich den Film noch einmal ohne dazugehörige Flash-Datei hochgeladen. Und siehe da: Das Breitwandformat wird nun korrekt dargestellt. Zwar verliere ich dadurch die Kontrolle über die Qualität der Flash-Version, aber besser als vorher ist es auf jeden Fall.

Flickr

Da der Film bearbeitet exakt 1:29 Minuten lang war, bot sich auch ein Upload bei Flickr an.

Die machten ihre Arbeit ziemlich gut…

Sevenload

Und Überraschung! Das neue Sevenload 3.0 erledigt diese Aufgabe mittlerweile auch ziemlich gut. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.

Zwar wird auf deren Webseite der Film immer noch mit dicken schwarzen Trauerrändern dargestellt, eingebunden kann man diese aber entfernen. Und die Qualität ist bei weitem nicht mehr so pixelig wie früher, sie entspricht ziemlich genau der Qualität des Flickr-Videos. Allerdings mußte ich manuell im Code die Höhe von 258 auf 250 Pixel ändern, um auch den letzten Rest von Rand verschwinden zu lassen.

YouTube

Auch YouTube zeigt den Film auf seiner Webseite mit dickem, schwarzen Trauerrand. Doch der obige Sevenload-Trick funktioniert nicht – auch beim Einbinden beharrt YouTube auf den Trauerrand.

Die Qualität ist auch die schlechteste und pixeligste von allen (alle Hoster bekamen die gleiche MPEG-4-Datei vorgesetzt). YouTube ist daher höchsten noch wegen seiner API und/oder seiner weiten Verbreitung eine Alternative.

YouTube HiQ

Allerdings bietet YouTube schon seit einiger Zeit die Möglichkeit an, Filme, die in hinreichender Qualität hochgeladen wurden, auch in höherer Qualität auf den Seiten dort anzuschauen. Das Einbinden in die eigenen Seiten funktioniert allerdings nur mit einem Trick: Man muß &ap=%2526fmt%3D18 an die URL(s) anhängen. Und schon sieht alles besser aus:

Allerdings wird dann das 16:9-Video gnadenlos auf das 4:3-Format gequetscht. Da dies jedoch auf den YouTube-Seiten nicht passiert, muß es noch irgendeinen Trick geben, den ich noch herausfinden werde.

In der Zwischenzeit funktioniert es mit dem Einbetten von HQ-Videos im 16:9-Format auch bei YouTube. Allerdings bleibt der schwarze Trauerrand.

Vimeo

Auch Vimeo kommt mit dem Breitwandformat problemlos klar:

Die Videoqualität des generierten Flash-Filmes entspricht in etwa der Qualität bei Blip.tv, ist also brauchbar. Allerdings dauerte es über zwei Stunden, bis der Film zur Verfügung stand, für schnelle, aktuelle Berichterstattung ist Vimeo eher nicht geeignet.

MySpace

Zwar zeigt auch MySpace auf seiner/meiner Seite das Video mit dickem Trauerrand an, doch wenn man den Code zum Einbetten händisch verändert und geschätzte 30 Pixel für die Steuerleiste hinzuaddiert, kommt das heraus:

Die Qualität ist dabei gar nicht mal so schlecht wie ich befürchtet hatte, sie liegt irgendwo zwischen YouTube und Sevenload. Für gelegentliche Videos also brauchbar.

Eigene Flash-Datei

Das die Qualität der Videohoster tatsächlich enorm zugenommen sieht man im direkten Vergleich mit der von mir erstellten und optimierten Flash-Version:

Es ist bei den meisten (Ausnahme: YouTube) kaum noch ein Unterschied auszumachen. Ich frage mich, ob unter diesen Umständen die Handoptimierung wirklich noch Sinn macht.


Navigation